Wenn ein neues Ärztezentrum seine Türen öffnet, stehen meist die medizinischen Leistungen im Mittelpunkt. Was viele nicht sehen: Bevor die ersten Patientinnen und Patienten empfangen werden können, muss im Hintergrund eine komplexe ICT-Infrastruktur zuverlässig funktionieren.
Für digifor bot sich mit dem neuen Ärztezentrum in Flamatt die Gelegenheit, erstmals ein Projekt dieser Grösse im medizinischen Umfeld umzusetzen. Eine spannende Herausforderung und ein Projekt, das gezeigt hat, wie wichtig eine durchdachte ICT für den Praxisalltag ist.
Mehr als Computer und Netzwerk
In einer Arztpraxis geht es längst nicht mehr nur um Computerarbeitsplätze und Internetanschlüsse. Die ICT bildet das Rückgrat des gesamten Betriebs.
Neben der Praxissoftware müssen zahlreiche medizinische Geräte zuverlässig eingebunden werden: Laborgeräte, EKG-Systeme, Ultraschallgeräte oder digitale Röntgensysteme erzeugen täglich wichtige Patientendaten, die sicher gespeichert und jederzeit verfügbar sein müssen.
«Der Datenschutz und die sichere Verarbeitung von Gesundheitsdaten standen für uns von Anfang an im Zentrum», erklärt Marco Zühlke, Projektleiter ICT bei digifor.
Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass sämtliche Systeme nahtlos zusammenspielen, von der Patientenverwaltung über die Kommunikation bis hin zur Anbindung der medizinischen Geräte.
Neue Erfahrungen im medizinischen Umfeld
Für digifor war das Projekt in mehrfacher Hinsicht besonders. Zwar verfügte das Team bereits über Erfahrung in der Betreuung einzelner Arztpraxen, doch ein modernes Ärztezentrum mit mehreren Fachbereichen brachte zusätzliche Anforderungen mit sich.
Besonders die Integration der verschiedenen Labor- und Diagnostiksysteme verlangte eine enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Herstellern und Partnern. Dank dieser Zusammenarbeit konnten die Systeme erfolgreich in die neue Infrastruktur eingebunden werden.
«Die Herausforderung bestand vor allem darin, die unterschiedlichen Systeme und Partner optimal aufeinander abzustimmen.»
Wenn der Zeitplan plötzlich schrumpft
Die grösste Herausforderung lag letztlich nicht in der Technik, sondern im Timing.
Für die Installation und Inbetriebnahme der ICT-Infrastruktur waren ursprünglich mehrere Wochen vorgesehen. Aufgrund von Verzögerungen auf der Baustelle konnte das digifor-Team jedoch deutlich später mit den eigentlichen Arbeiten beginnen als geplant.
Statt mehrere Wochen für Installation, Konfiguration und Tests zur Verfügung zu haben, musste ein grosser Teil der Arbeiten innerhalb weniger Tage umgesetzt werden.
Das bedeutete:
- Aufbau der gesamten Netzwerk-Infrastruktur
- Installation der Arbeitsplätze
- Einrichtung der Telefonie
- Integration der Praxissoftware
- Anbindung von Labor- und Diagnosegeräten
- Durchführung sämtlicher Funktionstests
Trotz der engen Zeitfenster gelang es dem Team, flexibel auf die Situation zu reagieren und pragmatische Lösungen zu finden.
Erfolgreicher Start ohne Betriebsunterbruch
Der Einsatz hat sich gelohnt: Das Ärztezentrum konnte den Betrieb wie geplant aufnehmen. Bereits am ersten Arbeitstag waren die wichtigsten Systeme einsatzbereit und das Team des Ärztezentrums konnte seine Patientinnen und Patienten betreuen. Weitere Anpassungen aufgrund der Verzögerungen wurden anschliessend im laufenden Betrieb optimiert, grössere Einschränkungen gab es jedoch keine.
Für digifor ist das der eigentliche Massstab: Eine ICT-Lösung funktioniert dann, wenn sie nicht auffällt. Neben der Technik bleibt vor allem die Zusammenarbeit mit dem Team des Ärztezentrums in Erinnerung: pragmatisch, lösungsorientiert und mit einem gemeinsamen Ziel.